Unsere Wurzeln

Freie Kirchengemeinde

1. Die Anskar-Kirche bekennt als ihre Grundlage das Evangelium, wie es im Alten und Neuen Testament gegeben ist.

Sie weiß sich an die Lehrentscheidungen der Alten Kirchegebunden, wie sie im Apostolischen und Nicänischen Glaubensbekenntnis ihren Niederschlag gefunden haben. Sie bezeugt die reformatorischen Grunderkenntnisse: solus Christus(allein Christus), sola scriptura (allein die Schrift), sola gratia(allein aus Gnade), sola fide (allein aus Glauben). Sie stimmt mit der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz von 1972 überein.

Die Anskar-Kirche ist eine evangelikal-charismatische Freikirche. Als evangelikal versteht sie sich, weil sie den Grundüberzeugungen der weltweiten evangelikalen Bewegung verpflichtet ist. Dazu gehören u. a.
a.    die Unterstellung der Lehre und des Lebens unter die Autorität der Heiligen Schrift
b.    das Verständnis von Bekehrung und Wiedergeburt
c.    die Betonung einer verbindlichen geistlichen Lebensführung (praxis pietatis)
d.    das Ernstnehmen des weltweiten Missionsbefehls
e.    die Erwartung der sichtbaren Wiederkunft Jesu Christi in Herrlichkeit

Als charismatisch versteht sie sich, weil sie
a.    entschlossen ist, immer wieder um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist zu bitten und seinem Wirken in allen Dimensionen einen breiten Raum zu geben
b.    mit allen biblisch bezeugten Charismen rechnet, sie erbittet und einzuüben sucht. Dabei macht sie sich jedoch nicht die Position zu eigen, derzufolge das Reden in neuen Sprachen notwendiges Kennzeichen der „Erfüllung mit dem Heiligen Geist“ ist.
c.    überzeugt ist, dass Zeichen und Wunder, die in neutestamentlicher Zeit die missionarische Erstverkündigung begleiteten und beglaubigten, auch für die Gegenwart erbeten und erwartet werden dürfen

2.    Die Anskar-Kirche nennt sich nach Anskar, dem ersten Erzbischof von Hamburg und Bremen und „Apostel des Nordens“ (801–865). Damit bekundet sie
a.    ihren Willen, dem missionarischen Anliegen höchste Priorität zu geben
b.    ihre grundsätzliche Wertschätzung gesamtchristlicher Traditionen
c.    ihr Anliegen, allen neutestamentlichen Charismen Raum zu geben
d.    ihre Bereitschaft, auch unter Opfern neue Wege hin zu den Menschen zu gehen

3.    Die Anskar-Kirche will Kirche im klassischen Sinn sein. Somit ist sie dem episkopalen Kirchentyp zuzuordnen. Sie ist überzeugt, dass dieser den neutestamentlichen Vorgaben besser entspricht als das Gemeindebund-Modell. Insofern sind Entscheidungen ihrer Leitung auch für die Pastoren der Einzelgemeinden sowie für diese Gemeinden selbst verpflichtend.

(Quelle: Kirchenordnung der Anskar-Kirche Deutschland)